Was kostet eine Umzugsfirma 2026? Kosten-Tabelle nach Wohnungsgröße und Entfernung
„Kommt drauf an" — kein Satz fällt bei Umzugsangeboten öfter, und keiner hilft weniger bei der Budgetplanung. Dabei lassen sich Umzugskosten durchaus eingrenzen: Wohnungsgröße und Entfernung bestimmen den Rahmen, eine Handvoll Faktoren verschiebt den Preis darin nach oben oder unten. Hier sind die realistischen Zahlen für 2026.
Kurz gesagt: Ein lokaler Umzug einer 2-Zimmer-Wohnung kostet mit Umzugsfirma typischerweise 700 bis 1.600 Euro, eine 3-Zimmer-Wohnung 900 bis 2.100 Euro. Bei Fernumzügen über mehrere hundert Kilometer verdoppeln sich die Beträge ungefähr.
Die Kosten-Tabelle 2026
| Umzug | Typische Kosten |
|---|---|
| 2-Zimmer-Wohnung, lokal (bis ca. 50 km) | 700 – 1.600 € |
| 3-Zimmer-Wohnung, lokal | 900 – 2.100 € |
| Fernumzug ca. 500 km (3-Zimmer) | 1.800 – 3.500 € |
| Fernumzug ca. 800 km (3-Zimmer) | 2.500 – 4.500 € |
Die Spannen sind bewusst breit: In München oder Hamburg liegen die Preise spürbar über dem Bundesschnitt, in kleineren Städten darunter. Und ob „nur tragen und fahren" oder das Rundum-Paket mit Verpackung und Möbelmontage gebucht wird, macht schnell mehrere hundert Euro aus.
Die fünf Faktoren hinter Ihrem Angebot
- Wohnungsgröße und Umzugsvolumen: Abgerechnet wird letztlich nach Kubikmetern — ein voll möblierter Keller schlägt genauso zu Buche wie die Wohnfläche.
- Etage und Aufzug: Vierter Stock ohne Aufzug bedeutet mehr Personal und mehr Zeit — viele Firmen kalkulieren dafür spürbare Zuschläge.
- Entfernung: Innerhalb der Stadt zählt die Arbeitszeit, beim Fernumzug kommen Fahrtkosten und ggf. Übernachtung des Teams dazu.
- Zusatzleistungen: Ein- und Auspacken, Möbelmontage, Küchenabbau, Klaviertransport, Entrümpelung — jedes Extra hat seinen Preis, erspart aber Eigenleistung.
- Termin: Monatsende, Freitage und die Sommermonate sind Hochsaison. Am günstigsten sind Januar bis März sowie Oktober und November — und Wochentage in der Monatsmitte.
Sparhebel Halteverbotszone: Rund 80 bis 150 Euro extra, die sich fast immer rechnen — ohne Parkplatz vor der Tür zahlen Sie jede zusätzliche Trage-Minute mit. Wie Sie die Zone rechtzeitig beantragen, lesen Sie hier.
So bekommen Sie einen fairen Preis
- Drei Angebote, eine Besichtigung: Seriöse Firmen wollen die Wohnung sehen (vor Ort oder per Video), bevor sie einen Festpreis nennen. Pauschalpreise am Telefon ohne Besichtigung sind ein Warnsignal — woran Sie unseriöse Anbieter noch erkennen.
- Festpreis statt Stundensatz bei planbaren Umzügen: Sie tragen dann nicht das Risiko, wenn es länger dauert.
- Eigenleistung gezielt einsetzen: Selbst packen und Kleinkram vorab transportieren drückt den Preis deutlich — alle Sparhebel im Überblick.
- Früh anfragen: Wer 6 bis 8 Wochen Vorlauf hat, kann Termine vergleichen statt nehmen zu müssen, was übrig ist. Die komplette Zeitplanung liefert unsere 8-Wochen-Checkliste.
Fazit
Rechnen Sie für den lokalen Standardumzug vierstellig, für den Fernumzug mit dem Doppelten — und holen Sie Angebote ein, bevor Sie eine Zahl glauben. Der Markt ist regional so unterschiedlich, dass drei konkrete Vergleichsangebote mehr wert sind als jede Tabelle. Geprüfte Umzugsfirmen in Ihrer Region finden Sie hier.
Häufige Fragen
Für einen lokalen Umzug einer 3-Zimmer-Wohnung sind 2026 typischerweise 900 bis 2.100 Euro realistisch — je nach Stadt, Etage und gebuchten Zusatzleistungen. Bei Fernumzügen über 500 Kilometer steigen die Kosten auf etwa 1.800 bis 3.500 Euro.
In den Monaten Januar bis März sowie Oktober und November — und unter der Woche in der Monatsmitte. Monatsende, Freitage und die Sommermonate sind Hochsaison mit entsprechend höheren Preisen.
Im Basispreis stecken üblicherweise Fahrzeug, Umzugsteam, Transport und die gesetzliche Grundhaftung. Verpackungsmaterial, Ein- und Auspacken, Möbelmontage, Küchenabbau oder eine Halteverbotszone kosten extra — deshalb lohnt der genaue Blick, welche Leistungen im Angebot aufgeführt sind.
Bei planbaren Umzügen mit Besichtigung ist der Festpreis meist die sicherere Wahl, weil das Zeitrisiko bei der Firma liegt. Stundensätze können sich bei kleinen, gut vorbereiteten Umzügen lohnen — bergen aber das Risiko von Nachforderungen, wenn es länger dauert.
